1. Männer mit drei wichtigen Zähler in Einsiedel

vom 02.04.2026

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Aufgrund der Ansetzung der Pokalhalbfinals für das erste Mai-Wochenende stand für unsere Erste bereits am vergangenen Sonntag der vorgezogene 20. Spieltag auf dem Programm. Auf dem äußerst schwierig zu bespielenden Platz in Einsiedel erwartete uns mit der Viktoria eine Mannschaft, die nach dem Abstieg in die Kreisliga vor eineinhalb Jahren einen mutigen Umbruch eingeleitet hat. Das Team von Coach Sebastian Grimmer spielt bislang eine starke Saison und wusste insbesondere vor heimischer Kulisse nahezu durchweg – zumindest ergebnistechnisch – zu überzeugen. Entsprechend hoch war die Hürde, die es für uns zu überspringen galt.

Vom Start weg sahen die 185 Zuschauer ein intensives Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Im Gegensatz zur Vorwoche waren wir diesmal sofort auf Betriebstemperatur. Einsiedel arbeitete immer wieder aggressiv gegen den Ball, um im Umschaltspiel schnell in die Tiefe zu kommen. Eine solche Situation hätte beinahe zur frühen Führung für die Gastgeber geführt, jedoch bewahrte uns Loth mit einer starken Parade vor dem Rückstand. Auch wenn wir mehr Spielkontrolle hatten, mussten wir bei diesen Umschaltsituationen immer wieder größte Aufmerksamkeit walten lassen. Nach den ersten sehr intensiven 15 Minuten gelang es uns immer besser, das letzte Drittel zielstrebig zu bespielen. In der 20. Spielminute sammelte Otto dann nach einer Ecke den zweiten Ball ein, fand Spurek in der Halbspur, der wiederum direkt auf den durchstartenden Mika ablegte. Aus spitzem Winkel vollendete unsere Nummer 20 eiskalt zur Führung. Im Anschluss ergaben sich noch zwei bis drei teils hochkarätige Abschlusssituationen, die wir nicht in Zählbares ummünzen konnten. Auf der Gegenseite kam Einsiedel nun aber auch wieder vermehrt zu Gegenstößen. Hatten wir in der 30. Minute noch Pfostenglück, führte ein Abstimmungsproblem in der Defensive drei Minuten später zum bis dahin nicht unverdienten Ausgleich durch Hermann (33‘). Vorausgegangen war eine eigene Ecke. Bis zum Pausenpfiff erspielten wir uns weitere gute Möglichkeiten, ohne jedoch Kapital daraus zu schlagen.

Auch in den zweiten Spielabschnitt starteten wir engagiert. Bemüht um Spielkontrolle und spielerische Elemente – soweit das Geläuf diese zuließ – verlagerte sich das Geschehen bis zur 53. Minute nahezu ausschließlich in die Einsiedler Hälfte. Ein eher unnötiges Foul 20 Meter vor unserem Tor brachte dann aber die Führung für die Hausherren, da der von Knaak getretene Freistoß von unserer Mauer unhaltbar abgefälscht wurde (53‘). Es gibt wohl kaum Undankbareres, als in Einsiedel einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Umso höher ist der Mannschaft anzurechnen, dass sie sich nur kurz schüttelte und im Anschluss sofort wieder das Zepter übernahm. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir in Minute 59 durchaus Glück hatten, dass uns eine strittige Szene im eigenen Strafraum nicht als Elfmeter ausgelegt wurde. Drei Zeigerumdrehungen später dann endlich der verdiente Ausgleich durch Möckel (62‘) – nach Mika-Einwurf und Vorarbeit von Rosenthal blieb er vor dem Tor eiskalt. Wir blieben auf dem Gaspedal – weitere fünf Spielminuten später dann die Führung. Erneut war es der umtriebige Mika, der einen hervorragenden Steckpass von Hadamus aufnahm, Weis umkurvte und einschob (67‘). In den letzten 20 Minuten machte sich bei unseren Gastgebern dann so langsam der Kräfteverschleiß bemerkbar. Auch wenn der Kampfeswille ungebrochen war, brachten die Einsiedler Bemühungen unsere Defensive kaum noch in Verlegenheit – auch, weil wir den Spielaufbau der Randchemnitzer früh und konsequent unterbanden. Im Gegenteil: Wir hatten mehrere hochkarätige Chancen zur Vorentscheidung, die wahlweise vom Pfosten, Weis oder der eigenen Ungenauigkeit vereitelt wurden.

Am Ende holen wir drei extrem wichtige Zähler in Einsiedel. Die Art und Weise, wie wir auch schwierige Phasen überstanden und das Spiel über die gesamte Distanz angenommen haben, verdient höchsten Respekt. Der Heimmannschaft ist eine hervorragende Entwicklung zu attestieren. Ihr habt uns über die gesamte Spielzeit hinweg alles abverlangt. Viel Erfolg noch für die restliche Saison.

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